Ende vergangener Woche hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit beschlossen, das “Safer Internet Plus“-Programm um weitere fünf Jahre (2009-2013) zu verlängern – dies muss allerdings noch förmlich auf einem Ratsgipfel bestätigt werden. In diesem Zeitraum stehen 55 Millionen Euro zur Verfügung, die für verschiedene Maßnahmen verwendet werden sollen (aus der Pressemitteilung):

  • Sensibilisierung von Kindern, Eltern und Lehrern für Risiken der Internetnutzung und Unterstützung von Kontaktstellen, die Beratung zur sicheren Internetnutzung anbieten.
  • Einrichtung nationaler Anlaufstellen für die Meldung illegaler Inhalte und schädlichen Verhaltens im Internet unter besonderer Berücksichtigung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch und Kontaktaufnahme in Missbrauchsabsicht.
  • Förderung von Selbstregulierungsinitiativen auf diesem Gebiet und Unterstützung der Einbeziehung von Kindern in die Schaffung eines sichereren Umfelds für die Internetnutzung.
  • Schaffung einer Wissensbasis zur Nutzung neuer Technologien und damit verbundener Risiken, indem Forscher, die sich mit Jugendschutz im Internet befassen, auf europäischer Ebene zusammengebracht werden.

Diese Maßnahmen sollen explizit auch die neuen Angebote des Web 2.0 einbeziehen; erst vor wenigen Wochen hatte die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding in einer Rede den Stellenwert von Netzwerkplattformen für die Pflege persönlicher Beziehungen und Interessen, aber auch für geschäftliche Kontakte hervorgehoben.