In den letzten vier Wochen war es etwas ruhiger hier im Blog. Daran ist nicht nur die beginnende Urlaubszeit schuld, sondern auch der Umstand, dass die Feldphase des qualitativen Teil unseres Projektes anstand.

Im Emsland sowie in Hamburg wurden insgesamt 12 Gruppendiskussionen (mit jeweils zwischen fünf und acht Teilnehmer/innen unterschiedlicher Altersgruppen) und über 25 Einzelinterviews geführt. Im Mittelpunkt standen Fragen, wie Jugendliche mit Web 2.0-Angeboten umgehen und welche subjektiven Bedeutung diese im (Medien-)Alltag einnehmen. Herzlichen Dank noch einmal an alle jugendlichen Diskusssionsteilnehmer und Interviewpartner, die trotz der Hitzewelle und des teilweise hohen Zeitaufwands so intensiv und engagiert über ihre Mediennutzung diskutiert und erzählt haben.

Die Aufzeichnungen der Gespräche werden zur Zeit transkribiert (also abgetippt) und anschließend ausgewertet. Bis wir vollständige und umfangreiche Ergebnisse präsentieren können, wird es noch eine Weile dauern – aber einige erste Eindrücke schon mal an dieser Stelle, z.B.:

  • Der Begriff “Web 2.0″ ist unter den Jugendlichen in der Regel nicht bekannt und nicht verbreitet; es ist einfach “das Internet”.
  • Es besteht das Bedürfnis von Seiten der Jugendlichen, sich mit Eltern und Lehrern über die Möglichkeiten und Problem des Internet auszutauschen, doch v.a. in der Schule werden diese Themen so gut wie nie angesprochen.
  • Plattformen und Communities werden vor allem dazu benutzt, bestehende soziale Beziehungen abzubilden; wenn neue Beziehungen und Kontakte geknüpft werden, dann vor allem zu anderen Jugendlichen vor Ort.