Titel: Ganz privat im Web 2.0 – Wie Kinder und Jugendliche das Web 2.0 in ihre Lebenswelt integrieren. Kinderwelten Studienreihe
Von: Medienforschung SuperRTL und iconkids&youth
Veröffentlichungsdatum: Mai 2008
Qualitative (n=40, 10-14 Jährige, 20 Mädchen, 20 Jungen, häufige Internetnutzung) und repräsentative quantitative (n=452, 8-14 Jährige Internetnutzer) Studie, die im Auftrag von SuperRTL durchgeführt wurde.
Kinder sehen im Computer hauptsächlich das Gerät, mit dem sie das Internet nutzen können, und bewegen sich meistens als passive Nutzer im Web 2.0. Die Möglichkeit auf einer Website Videos anzuschauen hat für sie größte Priorität bei deren Bewertung. Auch bei der Frage nach den Aktivitäten im Internet, die mindestens einmal pro Woche ausgeführt werden, kommt „Filme/Videos anschauen” mit 22% zusammen mit „Websites für Kinder nutzen” an zweiter Stelle und „E-Mails schreiben, verschicken und bekommen” liegt mit 24% nur knapp vorn.
Diese Befunde sind ein Indiz für eine Facette von Medienkonvergenz: „Fernsehen” also die Rezeption von audiovisuellen Medieninhalten, ist nicht mehr an den technischen Kanal bzw. das Gerät „Fernseher” gebunden sondern findet verstärkt auch auf Videoplattformen im Internet statt. Der Fernseher bleibt jedoch für Kinder wichtiger als das Internet, wenn sie sich für eines von beiden entscheiden müssten (die Abbildung lässt sich durch Doppelklick vergrößern).
Im qualitativen Teil der Studie wurde zudem die emotionale Nähe zum Internet durch die Frage „Auf eine einsame Insel nehme ich mit…” erfasst. Einige Kinder betonen in ihren Antworten die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten: „Eigentlich braucht man nur das Internet mit Flatrate. Dann geht alles.” (Junge, 13 Jahre). Die Verfasser der Studie resümieren, in Einklang mit dem bisherigen Forschungsstand:
- “Web 2.0-Aktivitäten haben einen starken Bezug zur realen Lebenswelt: Soziale Netzwerke werden z.B. vornehmlich zur Pflege realer Kontakte verwendet
- User Generated Content -Videos, Blogs -wird konsumiert, aber nur selten selbst produziert. Die Angst vor der Blamage dominiert.
- Dazu kommt: Der persönliche Nutzen der eigenen Selbstdarstellung erschließt sich den jungen Usern häufig noch nicht.”

Niemand kommentierte(n) " Ganz privat im Web 2.0 – Studie von SuperRTL "
Die Kommentare als RSS Feed - einen Trackback hinterlassenDiesen Beitrag kommentieren